Fridolins Reise zum Regenbogen

Am 1. März 2016 feierten wir gemeinsam die Tatsache, dass unser Kinderhaus Fridolin zum zweiten Mal – erstmals 2014 – als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert wurde.

Die gemeinnützige Stiftung „Haus der kleinen Forscher" engagiert sich seit 2006 für eine bessere Bildung von Kindern im Kita- und Grundschulalter in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. Mit einem bundesweiten Fortbildungsprogramm unterstützt das „Haus der kleinen Forscher“ pädagogische Fach- und Lehrkräfte dabei, den Entdeckergeist von Mädchen und Jungen zu fördern und sie qualifiziert beim Forschen zu begleiten. Die Bildungsinitiative leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Bildungschancen, zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses im MINT-Bereich und zur Professionalisierung des pädagogischen Personals.

Auch aus Sicht der Eltern war das ein ganz besonderes Fest, denn damit wurden die Leistungen vor allem unserer pädagogischen Fachkräfte anerkannt und gewürdigt. Ihnen allein haben es unsere Kinder zu verdanken, dass ihr Entdeckerdrang so kreativ und spielerisch in viele kleine und große Erfahrungen umgesetzt wird.

Wie erhofft, hatten sich die meisten Kinder tatsächlich in einer der Farben des Regenbogens angezogen. Das Bild, auf dem sie nach Farben geordnet – Grün, Gelb, Rot, Lila und Blau – im Flur standen, illustrierte, zu welch großem Zusammengehörigkeitsgefühl eine so einfache Idee führen kann.

Auch den großen Kindern von den Schmetterlingen und den Papageien 2 dabei zuzusehen, wie sie in Gitarren- Begleitung gemeinsam mit Brit Stelzer das Lied „Ich schenk Dir einen Regenbogen“ von Volker Rosin sangen, bei dem Brit für diesen Anlass zwei Strophen geschrieben hatte, und wie andächtig die Kleinen dabei zuhörten, war eine große Freude. Dann tanzten und sangen wir alle noch mit beim schönen Lied „Das kannst Du auch“ von Kevin Jones und Stephan Ullmann.

Die Reden, die Überreichung der Urkunde und der Geschenke durch die Abgesandten der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ – ein Pflanzkasten – und des Fördervereins Fridolins Freunde“ – ein Mikroskop – war dann schon fast zu viel für die Kleinen, so dass es gut war, dass alle Kinder wieder in ihre jeweiligen Räume gingen.

Von dort verteilten sie sich in unterschiedliche Gruppen, die durch die Schülerinnen und Schüler des Oberstufenzentrums „Johanna Just“ gestaltet wurden. Ich selbst habe nur – gut versteckt – ein wenig zugesehen, was die beiden Schülerinnen – Monique und Johanna – mit den Leoparden in der Einfahrt des Kinderhauses unternahmen: Dort lag ein großes buntes Schwungtuch, mit dem die Kinder einige Bälle balancieren und Drunter-Laufen mussten, was ihnen ganz offensichtlich sehr viel Spaß machte.

Aus Elternsicht kann man nur sagen, dass wir hoffen, dass solche Impulse und das dahinter stehende große Engagement der Erzieherinnen und Erzieher sowohl durch die Eltern als auch die Träger gewürdigt und anerkannt wird. Es trägt dazu bei, dass unsere Kinder selbständige und selbstbestimmte Persönlichkeiten bleiben und werden.

Dirk Kaesler (Papa von Otto), stellvertr. Elternvertreter Leoparden, Mitglied im Kita-Ausschuss