Mittelalterliches Treiben auf Burg Fridolin – ein Herbstfest der besonderen Art

Der 27. September 2012 war kein Tag wie jeder andere, denn das Kinderhaus Fridolin trat eine Zeitreise ins Mittelalter an und lud zu einem bunten Treiben ein. Zur 3. Stunde des Nachmittags wurde die Zugbrücke zur Burg Fridolin geöffnet und eine Schar edler Burgfräuleins, tapferer Ritter, fleißiger Mägde und Knechte, kluger Mönche sowie lustiger Narren tummelten sich auf dem Burgplatz. Gemeines unkostümiertes Volk musste Wegezoll zahlen, ehe es eingelassen wurde.

Ein beachtliches Horn weckte alsbald die Aufmerksamkeit aller: Burgfräulein Brit begrüßte feierlich ihre Gäste, teilte den Burgbrief aus und forderte alle auf, die neun verschiedenen Aufgaben zu lösen. Das Volk strömte in alle Himmelsrichtungen aus und maß seine Kräfte bei einer ritterlichen Kissenschlacht, beim Steine hochstapeln, beim Armbrust-Korken-Schießen auf Dosen oder beim Platzenlassen von höchst wunderlich bunten und luftgefüllten „Eiern“.

Handwerkliches Geschick und Fingerfertigkeit waren beim Pfeil und Bogen bauen sowie dem Basteln der Gruppenflaggen gefragt. Eine lange Schlange sah man vor dem Haus einer wunderbaren Künstlerin, die die Gesichter der Burgfräuleins verschönerte. Gruselig wurde es beim Schnitzen schauerlicher Kürbisgesichter oder als Burgfräulein Brit auf höchst wundersame Weise viele kleine Burggespenster zum Leben erweckte.

Wer nach all den Aufgaben Hunger und Durst verspürte, konnte sich bei einem herrlichen und köstlichen Burgschmaus mit Met, Drachenblut, Kürbissuppe, Kürbispizza, Kürbissalaten, Apfelkuchen und saftigem Spanferkel stärken.

Und auch die Ohren sollten nicht zu kurz kommen: Spielmann Lars von der Vogelweide ließ die Luft in herrlichen Klängen seiner Klampfe erklingen und blies nach der vergangenen 6. Stunde des Nachmittags das Horn, um das Volk zu einem gemeinsamen Abschluss eines wunderbaren Festes zu bitten. 

Als Überraschung erheiterte noch ein lustiges Schauspiel über Aschenputtel die großen und kleinen Gäste, das mit den besten Schaustellern von Burg Fridolin besetzt war.

Doch das sollte noch nicht genug sein: den krönenden Abschluss gab es von der lustigen Närrin Steffi, die mit ihren Minnesängern das wunderbare und selbst komponierte Lied vom Ritter Fridolin sang.

Glücklich und zufrieden traten alle ihren langen Heimweg in das 21. Jahrhundert an und werden dieses tolle Fest sicher noch lange in guter Erinnerung behalten.

Ein ganz herzliches Dankeschön und Riesenlob an das gesamte Fridolin-Team - Ihr ward wie immer toll!

Susann Ruprecht